Startseite von Radsportonline.com || Die Friedensfahrt lebt wieder auf im VELOCIUM

Vorankündigung:
Die Friedensfahrt der Junioren findet in diesem Jahr bereits zum 54. Mal als UCI-Radrennen statt.
Friedensfahrt der Junioren
Ein besonderer Blickfang ist eine Friedenstaube aus Meißner Porzellan – eine Nachbildung eines Siegerpokals.

Fahrradfest Weinböhla – Programmübersicht
Tag Datum Highlights
Fr 1. Mai 2026 Fahrradflohmarkt · Hochrad-Meisterschaft · Einrad-Show · Kinder-Friedensfahrt · Mifa-Klappradrennen
Sa 2. Mai 2026 Nostalgische Kostümfahrt mit historischen Fahrrädern
So 3. Mai 2026 Radler-Frühschoppen (Abschluss)

Sonderausstellung „Friedensfahrt“
Zeitraum Öffnungszeiten
aktuell Do–So: 10–17 Uhr
Ab Mai Do–So: 10–18 Uhr
Feiertage Verlängerte Öffnungszeiten

Die Friedenstauben waren ein fester Begleiter der Friedensfahrt und wurden zu einem Symbol für den Wunsch nach Frieden und Verständigung.

Die Friedensfahrt lebt
wieder auf im VELOCIUM in Weinböhla

Für viele Menschen in der DDR gehörte der Mai untrennbar zur Friedensfahrt. In der Fahrraderlebniswelt Velocium in Weinböhla wird dieses besondere Kapitel der Radsportgeschichte jetzt neu erlebbar.

Wenn früher die Fahrer der Friedensfahrt durch die Städte rollten, säumten Tausende die Straßen. In der DDR stand dann oft alles still. „Für uns im Osten war das wie die Tour de France“, erinnert sich Steffen Stiller, Leiter des Velociums. Mit einer neuen Sonderausstellung schlägt das Museum den Bogen von den ersten Rennen im Jahr 1948 bis zum Ende der Friedensfahrt im Jahr 2006. Unvergessen sind die großartigen Zeiten der Erfolge von Täve Schur und Olaf Ludwig.

Schnell wird deutlich: Die Friedensfahrt war mehr als ein Sportereignis. Sie hatte auch politische Bedeutung, stand für internationale Verständigung und die Sehnsucht nach Frieden. Sie machte Radsportstars wie Täve Schur oder Olaf Ludwig zu Volkshelden.

Ein besonderer Dank gilt Steffen Stiller, dem Organisator des Events in Weinböhla, der diese wunderbare Ausstellung mit vielen Exponaten zusammengetragen hat.

Typisch für die Friedensfahrt war es, dass in dem Moment, in dem die Rennfahrer erschienen, Tauben als Symbol des Friedens in den Himmel aufgelassen wurden. Diese Tradition wurde auch bei der Eröffnungsfeier der Sonderausstellung im Velodrom in Weinböhlaer gepflegt. Im kleinen Bild ist Jan Smolík, der Sieger der Friedensfahrt von 1964, zu sehen. Er lässt bei der Friedensfahrt der Junioren eine Friedenstaube aufsteigen und knüpft damit an diese symbolträchtige Tradition an.

Ausstellung zur Geschichte der Internationalen Friedensfahrt
Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung der Internationalen Friedensfahrt von ihren Anfängen im Jahr 1948 bis zu ihrem Ende 2006. Präsentiert werden historische Rennräder, originale Siegertrikots, Medaillen sowie persönliche Erinnerungsstücke bedeutender Radsportler wie Gustav-Adolf „Täve“ Schur und Egon Adler. Die gezeigten Exponate vermitteln anschaulich die sportliche und historische Bedeutung dieses traditionsreichen Etappenrennens.
Vitrine mit Erinnerungsstücken von Gustav-Adolf „Täve“ Schur im Velocium Weinböhla
Die Vitrine zeigt Medaillen, Abzeichen, Dokumente und Bücher aus dem Umfeld des erfolgreichen Radrennfahrers Gustav-Adolf „Täve“ Schur. Zu den ausgestellten Objekten gehören Erinnerungsstücke an die Internationale Friedensfahrt, darunter eine Plakette zur Friedensfahrt Berlin–Prag–Warschau 1959 sowie Schurs signierte Autobiografie. Die Sammlung veranschaulicht die große Bedeutung der Friedensfahrt und die herausragenden sportlichen Leistungen Täve Schurs.

© 2026 radsportonline.com / Content: Reiner Buchheim (Täve-Team-online) /
Fotos: Steffen Stiller (Velocium) + Radsportonline-Archiv /
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