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Juni 2026  |  Porträt & Ehrung
85. Geburtstag unseres Täve-Team-Mitgliedes Dr. Lutz Mögling
Ein Leben für Sport, Beruf und Freundschaft

🎂 Am 17. Juni 2026 feiert Dr. Lutz Mögling seinen 85. Geburtstag –
herzlichen Glückwunsch von der gesamten Radsportonline-Familie!

Wenn im Vereinsleben von Beständigkeit, Leidenschaft und sportlicher Treue gesprochen wird, dann gehört der Name Dr. Lutz Mögling ohne Zweifel dazu. Am 17. Juni 2026 feiert er seinen 85. Geburtstag – Anlass genug, auf ein außergewöhnlich erfülltes Leben zwischen Radsport, Beruf und Freundschaft zurückzublicken.


Frühe Erfolge und sportlicher Aufstieg

Bereits früh zeigte sich sein sportliches Talent. 1958 errang er in Leuna den Sieg beim „Ersten Versuch" und wurde im gleichen Jahr Mitglied der BSG Chemie Buna. Schon ein Jahr später startete er als Lizenzfahrer und entwickelte sich rasch zu einem der erfolgreichsten Radsportler seiner Region. Siege in Sangerhausen (1960) sowie in Zörbig (1961) mit dem Aufstieg in die Leistungsklasse 2 waren wichtige Stationen seines sportlichen Weges. 1962 erreichte er die Leistungsklasse 1, die Eliteklasse des DDR-Radsports.

Landesmeister, Funktionär und Nachwuchsförderer

Es folgten zahlreiche Erfolge bei traditionsreichen Rennen wie „Rund um Buna", „Rund um Weißenfels" und „Rund um Bernburg". Nach zwei zweiten Plätzen auf Landesebene gelang Lutz Mögling 1965 der Titelgewinn im Einerstraßenfahren. Ein Jahr später folgte mit seiner Mannschaft der Landesmeistertitel im Mannschaftszeitfahren.

Doch nicht nur als aktiver Fahrer hinterließ er im Radsport bleibende Spuren. Als Leiter der Radsportsektion Chemie Buna kümmerte er sich engagiert um die Nachwuchsförderung in Merseburg und arbeitete dabei eng mit Klaus Grünke zusammen.

Sportliche Stationen im Überblick
  • 1958 – Sieg beim „Ersten Versuch" in Leuna, Eintritt in die BSG Chemie Buna
  • 1959 – Start als Lizenzfahrer
  • 1960 – Sieg in Sangerhausen
  • 1961 – Sieg in Zörbig, Aufstieg in die Leistungsklasse 2
  • 1962 – Aufstieg in die Leistungsklasse 1 (Eliteklasse des DDR-Radsports)
  • 1965 – Landesmeister Einerstraßenfahren
  • 1966 – Landesmeister Mannschaftszeitfahren
  • Langjähriger Leiter der Radsportsektion Chemie Buna, Nachwuchsförderung Merseburg
Lutz Mögling nach seinem Landesmeistertitel
Strahlender Sieger nach harter Fahrt: Lutz Mögling wird nach seinem Landesmeistertitel gefeiert. Nach 135 Kilometern durch Sturm und Regen setzte er sich im entscheidenden Endspurt durch und erreichte im dritten Anlauf seinen größten Erfolg auf Landesebene.
Beruflicher Erfolg und wissenschaftliche Laufbahn

Ebenso beeindruckend verlief sein beruflicher Weg. Bereits mit 21 Jahren schloss er sein Studium als Ingenieur für chemische Technologie ab. Später promovierte er zum Dr. rer. nat. an der TH Merseburg. Nach der politischen Wende übernahm er 1990 Verantwortung im Vorstand der BUNA AG und wirkte anschließend als Werkleiter in Duisburg, Ibbenbüren und Genthin. Damit verband sich sportlicher Ehrgeiz mit beruflicher Kompetenz auf bemerkenswerte Weise.

Dr. Lutz Mögling in der Schaltwarte der Buna-Glykolfabrik 1977
Unter Leitung von Dr. Lutz Mögling (rechts) wurde bei den Funktionsproben in der Schaltwarte der damals neuen Buna-Glykolfabrik (1977) jedes Detail sorgfältig besprochen.
Die lebenslange Leidenschaft fürs Rennrad

Trotz aller beruflichen Verpflichtungen blieb das Rennrad sein ständiger Begleiter. Lutz Mögling war sportlicher Leiter zahlreicher Lizenzrennen und blieb selbst stets aktiv, unter anderem in der Hobby-Rennradgruppe Querfurt. Viele gemeinsame Kilometer führten ihn über die legendären Alpen- und Pyrenäenpässe, die er nahezu vollständig befahren hat.

Verbundenheit mit der Tour de France

Ein besonderes Kapitel seines Lebens ist die enge Verbundenheit zur Tour de France. Seit 1994 gehört der regelmäßige Besuch der Frankreich-Rundfahrt zu seinen festen Traditionen. Mit großem organisatorischem Geschick plante er zahlreiche Gruppenreisen zu diesem größten Radrennen der Welt und begeisterte damit viele Gleichgesinnte.

Dr. Lutz Mögling am Col du Glandon
Dr. Lutz Mögling am Col du Glandon – einem der berühmtesten Alpenpässe der Tour de France. Der Pass liegt in den französischen Alpen in der Region Savoie, verbindet das Maurienne-Tal mit dem Oisans-Gebiet und erreicht eine Höhe von 1.924 Metern. Die Auffahrt gilt mit 21 Kilometern Länge und rund 1.470 Höhenmetern als eine der anspruchsvollsten der Tour.
Einsatz für die Tradition des mitteldeutschen Radsports

Bis heute engagiert sich Lutz Mögling gemeinsam mit Dr. Reinhard Buchheim für die Fortführung der Treffen mitteldeutscher Radrennfahrer in Halle. Damit trägt er wesentlich dazu bei, Erinnerungen, Freundschaften und die Geschichte des regionalen Radsports lebendig zu halten.


Dank, Anerkennung und gute Wünsche

Wenn Dr. Lutz Mögling am 17. Juni seinen 85. Geburtstag begeht, ist dies auch für uns Anlass, Dank und Anerkennung auszusprechen. Wir wünschen ihm für die Zukunft Gesundheit, Lebensfreude und weiterhin viele erfüllte Stunden im Kreise seiner Familie, Freunde und Radsportkameraden.

Autor: Dr. Reinhard Buchheim

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