Erich Hagen – Röglitzer Radsportlegende bleibt unvergessen

Erich Hagen auf dem Rennrad und als Porträt
So bleibt uns Erich Hagen in Erinnerung: mit Entschlossenheit, Leidenschaft und einem unverwechselbaren Lächeln.

Gedenkstein erinnert an einen außergewöhnlichen Sportler.
Anlässlich des 90. Geburtstages von Erich Hagen wurde am 1. Mai in seinem Heimatort Röglitz ein Gedenkstein eingeweiht. Mit dieser Ehrung würdigen die Gemeinde und der Förderverein Röglitz einen Sportler, der weit über die Region hinaus Bekanntheit erlangte und zu den erfolgreichsten Radsportlern der DDR gehörte.

Zahlreiche Gäste aus Röglitz und den umliegenden Orten nahmen an der feierlichen Einweihung teil. Gemeinsam erinnerten sie an die sportlichen Erfolge und die beeindruckende Lebensleistung eines Mannes, der seine Wurzeln stets mit seiner Heimat verbunden sah.

Gäste bei der Einweihung des Gedenksteins
Im Vordergrund des Fotos stehen Ortsbürgermeister Andreas Gasch und Jan Schur. Er übermittelte die Grüße seines Vaters Täve Schur, der einst Seite an Seite mit Erich Hagen Radrennen fuhr. Die zahlreich erschienenen Gäste verfolgten die feierliche Zeremonie aufmerksam und mit großer Sympathie.

Der Weg an die Spitze

Schon früh zeigte sich das außergewöhnliche Talent von Erich Hagen. Im Jahr 1956 gewann er als erst 19-Jähriger die DDR-Straßenmeisterschaft. Dieser Erfolg brachte ihm die Nominierung für die gesamtdeutsche Olympiamannschaft ein. Bei den Olympischen Spielen in Melbourne sammelte er erste internationale Erfahrungen und machte auf sich aufmerksam.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Hagen zu einem der stärksten Straßenradsportler der DDR. Zahlreiche Siege bei nationalen Rennen sowie Erfolge bei der DDR-Rundfahrt festigten seinen Ruf als Ausnahmesportler.

Erich Hagen, Täve Schur und Bernhard Eckstein bei der Harzrundfahrt 1959
Beim Radklassiker „Harzrundfahrt“ 1959 musste sich Erich Hagen nur dem amtierenden Weltmeister Täve Schur geschlagen geben und wurde Zweiter. Den dritten Platz belegte Bernhard Eckstein. Ein Jahr zuvor hatte Hagen das Rennen noch für sich entschieden.

Triumph bei der Friedensfahrt

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Erich Hagen im Jahr 1960. Bei der Internationalen Friedensfahrt, dem bedeutendsten Amateur-Radrennen seiner Zeit, gewann er nicht nur eine Etappe, sondern sicherte sich am Ende auch den Gesamtsieg. Dieser Erfolg machte ihn weit über die Grenzen der DDR hinaus bekannt.

Im gleichen Jahr gehörte er zur Mannschaft, die bei den Olympischen Spielen in Rom die Silbermedaille im Mannschaftszeitfahren gewann. Damit krönte er eine Karriere, die von Fleiß, Ehrgeiz und sportlicher Fairness geprägt war.

DDR-Mannschaft um Erich Hagen während der Friedensfahrt 1960
Erich Hagen (2. v. r.) während der Friedensfahrt 1960: Gemeinsam mit Egon Adler, Günter Lörke und Täve Schur zählt er zu den prägenden Gesichtern des DDR-Radsports jener Zeit.

Erinnerung für kommende Generationen

Gedenkstein für Erich Hagen
Der Gedenkstein für Erich Hagen.

Mit dem Gedenkstein in Röglitz bleibt die Erinnerung an Erich Hagen lebendig. Ergänzt wird die Ehrung durch eine Informationstafel, die über sein Leben und seine sportlichen Erfolge informiert. Viele Besucher nutzten die Einweihung, um sich über die Geschichte des erfolgreichen Radsportlers zu informieren und persönliche Erinnerungen auszutauschen.

Der Gedenkstein soll nicht nur an die Erfolge eines außergewöhnlichen Sportlers erinnern, sondern auch junge Menschen für Sport, Gemeinschaft und Heimatverbundenheit begeistern. So bleibt Erich Hagen auch für kommende Generationen ein Vorbild und ein bedeutender Teil der Ortsgeschichte von Röglitz.


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Autor: Reiner Buchheim |  Fotos: Archive von Günter Grau und Radsportonline |  Bildbearbeitung + Fotomontage: Reiner Buchheim
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