Der zweimalige Tour-Sieger leide weiterhin unter den Folgen seines Schlüsselbeinbruchs, teilte sein Team Visma mit. Damit fällt der 29-jährige Däne auch für die Straßenrad-Weltmeisterschaften vom 20. bis 27. September in Kanada aus.
Vingegaard war auf der 15. Etappe der Tour de France 22 Kilometer vor der Bergankunft gestürzt und musste das Rennen vorzeitig beenden. Wegen der Schwere des Bruchs wurde ihm eine Operation empfohlen. Die anschließende Genesung verzögerte seine Rückkehr ins Training.
„Es ist mir nicht möglich, in der kommenden Zeit wieder mein Spitzenniveau zu erreichen.“
Nach der Tour sei zwar ohnehin eine Erholungsphase vorgesehen gewesen. Durch die Verletzung habe sich der geplante Trainingsaufbau jedoch deutlich verschoben. Sein Fokus liege nun auf der kommenden Saison, deren Ziele er demnächst mit dem Team besprechen wolle.
Nächtliche Dopingkontrolle sorgt für Diskussionen
Für Diskussionen sorgte eine nächtliche Dopingkontrolle vor der Sturzetappe. Vingegaards Dauerrivale Tadej Pogacar kritisierte den Zeitpunkt der Kontrolle scharf. Der Slowene erklärte, der Schlaf der Fahrer sei dadurch erheblich gestört worden, und bezeichnete das Vorgehen als „unmenschlich“. Zugleich deutete er an, dass die schlechte Nacht bei dem Sturz eine Rolle gespielt haben könnte.
Pogacar zeigte sich vom Ausscheiden seines Rivalen tief enttäuscht. Seit 2021 hätten beide regelmäßig um den Tour-Sieg gekämpft. Aus einer zunächst schwierigen Beziehung sei mit der Zeit eine Freundschaft entstanden. „Die Tour wird ohne ihn nicht die gleiche sein“, sagte der viermalige Tour-Champion.