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BahnradsportPauline Grabosch•Vom RSV Osterweddingen an die Weltspitze

Pauline Grabosch - ihr langer Weg an die Weltspitze

Cover mit Pauline Grabosch als Nachwuchsfahrerin 2010 und als Weltmeisterin 2026

Würde es eine Straße für Radsporterfolge im heutigen Sachsen-Anhalt geben, wäre sie gepflastert mit Weltmeisterschaftserfolgen von Täve Schur, Uwe Raab, Bert Grabsch, Elisabeth Eichholz, Norbert Dürpisch, Bernd Dittert, Emanuel Raasch oder Guido Fulst. Pauline Grabosch bräuchte einen größeren Abschnitt darin, denn WM-Siege sind bei ihr eher eine Erfolgskette über Jahre. Den Grundstein dazu legte sie einst gemeinsam mit Übungsleiter Andreas Kindler beim RSV Osterweddingen.

Die Anfänge auf der Straße

Die heute 28-jährige Pauline startete zunächst auf der Straße, weil es im Raum Magdeburg keine Bahn gibt. Hier fiel sie durch ihre Sprintstärke auf und wurde folgerichtig zum Leistungszentrum delegiert. Als wir sie 2016 in ihrem Heimatort Bottmersdorf besuchten, zeigte sie uns voller Stolz vier Goldmedaillen, erkämpft bei den Junioren-Weltmeisterschaften.

Pauline Grabosch im Regenbogentrikot mit zwei gut gelaunten Begleitpersonen bei einer Feier ihrer WM-Titel
Gemeinsam jubelt es sich am schönsten: Mit ihren Eltern und dem RSV Osterweddingen feierte Pauline Grabosch ihre Erfolge bei den Junioren-Weltmeisterschaften.

Eine Erfolgskette über Jahre

Es folgten fünf WM-Titel bei den Damen – alle im Teamsprint. Dazu Europameisterschaften und eine Olympiamedaille. Die nationalen Meisterschaften kann man dabei eher als schmückendes Beiwerk bewerten.

Pauline Grabosch und ein Begleiter präsentieren ein gerahmtes Erinnerungsstück vor einer Tafel mit ihren Weltrekorden
Titel, Medaillen und Weltrekorde: Beim einem Besuch des Radsportonline-Teams in ihrem Heimatsort Bottmersdorf im Jahre 2016 zeigte Pauline dem damaligen Radsportpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Günter Grau, stolz die Zeugnisse ihrer bisherigen Erfolge.

Das erste Einzelgold

Im fernen Shanghai (China) erkämpfte sie in der vorigen Woche zusammen mit Sophie Friedrich und Clara Schneider WM-Bronze – erneut im Teamsprint. Nun folgte das erste Einzelgold über 1000 Meter. In 1:04,572 Minuten distanzierte sie ihre Mitkonkurrentinnen. Was ihr der Titelgewinn bedeutet, brachte sie mit überschäumender Freude in den Medien zum Ausdruck.

Die Grundlagen ihres Erfolges liegen in ihrem Heimatverein RSV Osterweddingen

Dies hat man sicherlich auch in Osterweddingen als Lohn eines eingeschlagenen Weges gewertet. Über Jahre entwickeln sich hier Talente, und es stehen bereits wieder einige in den Startlöchern. Sie fallen nicht vom Himmel, sondern eiserner Wille, Trainingsfleiß und fachgerechte Anleitung bilden die Grundlage. Das scheint in Osterweddingen beim RSV gegeben zu sein – auch dorthin unsere Glückwünsche.

Pauline Grabosch im Weltmeistertrikot neben einem Begleiter vor den Tafeln zu ihren Junioren-WM-Titeln und Weltrekorden
Stolz auf das Erreichte: Im Regenbogentrikot präsentiert Pauline Grabosch gemeinsam mit ihrem ersten Trainer Andreas Kindler (RSV Osterweddingen) die Tafeln mit ihren Junioren-WM-Titeln und Weltrekorden.

Ihr Weg an die Spitze

Die Wurzeln
RSV Osterweddingen
Übungsleiter Andreas Kindler
Junioren
Vier Goldmedaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften
Teamsprint
Fünf WM-Titel bei den Damen
Einzelgold über 1000 Meter
1:04,572 Minuten

Autor: Günter Grau
Ehrenpräsident des LV von Sachsen-Anhalt

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